Armin Hasselbächer

Von der Neumannmühle nach Schmilka

Ausgeschlafen und vom reichhaltigen Frühstücksbuffet gesättigt steigen wir am Hotel Forsthaus in einen überfüllten Bus zur Neumannmühle. Es ist Donnerstag, 30.05. Feiertag – hier „Männertag“ dementsprechend sind viele bierselige wanderlustige Herren im Bus. Wir sind froh, den Bus an der Neumannmühle verlassen zu können.

Kurz hinter der Neumannmühle haben wir den Malerweg wieder für uns ganz alleine, weitere  Wandere wählten andere Routen. Wir treffen erst wieder an markanten Punkten auf Wanderer.

Der Weg führt uns bergan und bergab an schönen Aussichten vorbei bis zum Alten Zeughaus. Nach Auskunft unseres Reiseveranstalters sollte hier wegen Pächtermangel geschlossen sein. Zu unserer Überraschung war geöffnet, vielleicht dem Feiertag geschuldet. Wir haben uns auf jeden Fall etwas gestärkt. 

Wie könnte es auch anders sein, kurz vor dem Alten Zeughaus geht der Malerweg weiter…. wieder bergan. Jetzt wandern wir auf den 556 m hohen Winterstein, diesen erreichen wir gegen 14:00 Uhr.  Am Feiertag sind hier viele, sehr viele Menschen, etliche Herren, die schon etwas über das erträgliche Maß dem Bier zugesprochen haben, uns ist es zu voll und zu laut, wir verzichten leider auf den Turm und gehen weiter. Machen lieber noch einen Abstecher zur Kipphorn – Aussicht, die etwas abseits vom Malerweg liegt. Zurück auf dem Malerweg erreichen wir gegen 15:00 Uhr das Bio-Refugium Schmilka.

In Schmilka sind wir in der Pension Rauschenstein untergebracht. Das Haus liegt direkt am Malerweg. Eine Rezeption hat die Pension nicht, wir müssen in das Hotel Helvetia um uns dort anzumelden und den Schlüssel holen…. Aber wo ist das Hotel – einen Wegweiser suchen wir umsonst und die Beschreibung vom Veranstalter ist auch sehr dürftig. Nach einigem hin und her finden wir es am anderen Ende vom Ort. Den Schlüssel bekommen wir, unser Gepäck stand noch an der Rezeption – „wird gleich gebracht“. Wir gehen wieder zurück in die Pension und dort auf unser Zimmer. 

Metallbett im Zimmer 2019 Bio auf „alt“ getrimmt

Wir warten über eine Stunde auf unser Gepäck – es kommt nicht. Im Hotel anrufen geht auch nicht – kein Netz! Auch kein WLAN ! Gibt es nicht, passt nicht in das „Konzept“ des Bio-Refugiums. Nur im Hof vom Mühlen-Hotel  gibt es schwache Signale.

Wir gehen, ohne uns frisch zu machen, auf ein Bier in den örtlichen Biergarten. Wieder im Zimmer ist dann auch endlich unser Gepäck da.

Schmilka 2019, die Tagesgäste können den Ort verlassen, wir müssen bleiben, den Abend und die Nacht hier verbringen.
Von außen ein schönes Gebäude, innen ist noch sehr viel Luft nach oben – auch was die Sauberkeit betrifft. Ist das Bio…..

In Schmilka scheint fast alles, monopolartig fest in der Hand des „Bio-Refugium“. Wir gehen in eine vermutlich „freie“ Gaststätte im Ort und essen dort. Das Angebot im Mühlenhof-Hotel ist an diesem Tag (Männertag) mehr auf Essen „to go“ ausgerichtet als auf eine anständige Küche. Die Preise im Helvetia sind mir zu abgehoben. Schmilka – ein Ort, den ich nicht in Bester Erinnerung behalten werde. Was nicht alleine am Männertag liegt.