Von Darmstadt nach Heidelberg in 5 Tagen

Vorbereitend für die Tour habe ich mir für mein Smartphone die App ADAC-Tourscanner Wandern herunter geladen. Dazu habe ich mir die Tour Bergstarße-Burgensteig bei outdooractive besorgt.  Den Flyer für den Burgensteig habe ich mir auch noch herunter geladen und ausgedruckt. Somit habe ich die zu wandernde Route digital und auf Papier bei mir.  Die möglichen Orte für die Übernachtung haben wir uns zu Hause schon einmal grob angedacht. So haben wir uns an den vorhandenen Jugendherbergen orientiert. Dementsprechend ist die erste Tagesetappe von DA-Eberstadt bis Zwingenberg, die zweite von Zwingenberg nach Heppenheim, von Heppenheim nach Weinheim, von Weinheim nach Lautershausen (hier gibt es keine DJH), und am letzten Tag von Lautershausen nach Heidelberg. Wir haben uns nicht immer genau an den ausgeschilderten Weg gehalten, daher mache ich zu den einzelnen Etappen keine km Angaben.

Streckenplan des Burgenweg in DA-Eberstadt
Streckenplan des Burgenweg in DA-Eberstadt

Wir starten direkt vor der Haustüre, steigen am Morgen zeitig in den Linienbus und fahren mit U-Bahn, S-Bahn und Straßenbahn bis Darmstadt-Eberstadt (Friedhof).  Gleich neben der Haltestelle geht der Weg los. Das Schild für die Streckenführung ist noch nicht an die neue Route angepasst. Dem Premiumweg geschuldet wurde die Route etwas umgelegt (verlängert), man sollte unterwegs ab und an auf die App im Smartphone achten, so kann man die eine oder andere unnütze Schlaufe sparen.

Hinter dem Friedhof geht es gleich in den Stadtwald  und nach der Querung der B 426 über eine Brücke geht es auf Waldwegen bis zur Bur Frankenstein, die bei der Ankunft besichtigt wird.

Nach fast 4 km Wald- und Feldwege auf denen uns keine weitere Seele begegnet ist erreichen wir die bei Seeheim-Jugenheim gelegene Burgruine Tannenberg. Natürlich wird auch hier ein Besichtigungsstop eingelegt.

Zum Schloss Heiligenberg führt der Burgensteig direkt nicht hin. Wenn man wie wir nicht achtsam ist verpasst man dieses Gebäude. Wir bleiben auf dem Burgensteig und erreichen als nächstes die Ruinen des Alsbacher Schloss bei Alsbach-Hähnlein.

Bei Zwingenberg treffen der Burgensteig und der Nibelungensteig aufeinander. Wir biegen auf dem Niebelungensteig nach Zwingenberg ab. Hier suchen wir die DJH in der wir diese Nacht verbringen möchten. Die Jugendherberge ist ruhig gelegen, die sanitäre Ausstattung hinkt allerdings dem aktuellen Standard um einige Jahre hinterher. Die Betten sind bequem und das Frühstück am Morgen ist reichhaltig. Zum Abendessen ging es in die Altstadt von Zwingenberg, dort gibt es einige vielversprechende Gaststätten.  Morgens geht es erst noch einmal in die Altstadt von Zwingenberg um uns dort etwas Proviant für den Tag zu besorgen. Über den Nibelungensteig aufwärts erreichen wir wieder den Burgensteig, der hier mit dem Alemannenweg zusammen läuft.

Wir haben einen sehr schönen Blick vom Burgensteig in die Rheinebene, bis wir unsere erste Ruine des Tages erreichen, Schloss Auerbach. Ein interessanter Rundgang folgt.

Ab Schloss Auerbach geht es Talwärts, wir erreichen den Bensheimer Stadtteil Auerbach. Wir streifen Auerbach kurz um zur nächsten wieder etwas höher gelegenen Sehenswürdigkeit zu gelangen, dem Fürstenlager. Der Burgensteig führt uns einmal Quer durch das Fürstenlager, für einen Rundgang durch das weitläufige Parkgelände fehlt uns aber leider die Zeit.

Nach dem Fürstenlager geht es vorbei an Weinbergen durch Wald und Flur zum Kirchberghäuschen (hier ist bei gutem Wetter eine Rast angesagt) und weiter nach Bensheim. In Bensheim gehört ein Rundgang durch die Altstadt ebenso zum Programm wie eine Pause in einem der vielen Altstadt-Gasthäuser.

Wir verlassen Bensheim durch ein Wohngebiet in Richtung Hambach, erreichen den Hemsberg mit dem Bismarck-Turm. Der Turm ist nicht zu besichtigen, es geht weiter durch Wald und Flur hinab nach Hambach. Zwischen Unter- und Ober-Hambach führt uns der Burgensteig wieder Bergan in Richtung Heppenheim und der Starkenburg. An der Odenwaldschule in Ober-Hambach kommen wir nicht vorbei. Erschöpft kommen wir um kurz nach 18:00 Uhr an der Starkenburg „über“ Heppenheim an. Wir wollen in der Jugendherberge auf der Burg übernachten. Wie üblich haben wir kein zimmer reserviert……. In der Jugendherberge tummeln sich jede Menge Schüler auf Klassenfahrt. Wir fragen einen netten Mitarbeiter der DJH nach Betten für die Nacht. Alles ausgebucht! – Aber er fragt den Chef noch einmal zur Sicherheit. Auch der Leiter der Jugendherberge meint es wäre alles belegt!

Ich habe keine Lust mehr weiter zu gehen, sind es doch bis Heppenheim hinunter noch locker 30 – 45 Minuten und ich habe schmerzen im Knie, kann es kaum noch bewegen. Hilft nichts, wir wollen gerade wieder los, da mein der Herbergsvater er hat da wohl doch noch ein Zimmer, da wäre jemand vorzeitig abgereist. Zum Glück, das Zimmer war frei und sauber, wir konnten einziehen! Als Abendessen konnte uns nur Würstchen mit Brot angeboten werden….. War nicht so nach unserem Geschmack. So mussten wir doch noch einmal hinab nach Heppenheim. Die Aussicht auf ein gutes Essen und ein Gläschen Wein ließen mich die Schmerzen fast vergessen. So geht es noch einmal in die Stadt, wir brauchen 30 Minuten. Einen ersten kleinen Rundgang gibt es vor dem Essen noch. Nach dem Abendessen gehen wir noch einmal duch die Straßen von Heppenheim. An diesem Wochenende sind die „Gassensensationen„, es gibt einige interessante Kleinkunstbühnen in der Stadt zu sehen. Die Jugendherberge errechen wir wieder um 23:00 Uhr.

Nach einem reichhaltigen Frühstück vom Frühstücksbuffet ziehen wir noch die Betten ab und verlassen die Starkenburg in Richtung Heppenheim. Der Burgensteig führt direkt an der Burg vorbei durch Heppenheim. In Heppenheim gibt es vor einem weitergehen noch einige interessante Ecken und Gassen zu entdecken. Wir sehen uns noch etwas um, nicht ohne weitere Fotos zu machen.

Von Heppenheim geht es durch Weinberge, Felder und Waldstücke weiter vorbei an dem Weinort Laudenbach über den Kreuzberg zum Waldner Turm  und weiter nach Weinheim. Hier möchten wir in der Jugendherberge übernachten. Wir bekommen ein helles modern eingerichtetes Doppelzimmer mit Dusche und WC. Frisch geht es zu einem Besuch der Altstadt und zum Abendessen noch einmal los.

Nach einer ruhigen Nacht, dem abziehen der Betten und einem reichhaltigen Frühstück geht es weiter. Wir gehen noch einmal durch die Altstadt um wieder auf den Burgensteig zu kommen. Zuerst kommen wir zur zur Burg Windeck, die leider nur von Außen zu besichtigen ist. Die Wachenburg erreichen wir danach, hier können wir uns nach umsehen. Die Restauration hat am Vormittag auch schon geöffnet. Über Lützelsachsen geht es weiter nach Leutershausen. Hier gibt es keine Jugendherberge, wir übernachten im Landgasthof Zum Löwen.

Wir bekommen ein schönes großes und geräumiges Zimmer mit Balkon. Wir sind die einzigen Übernachtungsgäste. Obwohl im Haus ist eine große Feier ist, schlafen wir gut. Das Frühstücksbuffet am nächsten Morgen ist für uns zwei mehr als reichlich und mit einer tollen  reichlichen Auswahl. Sehr gut!

Über Wiesen und Felder geht es weiter, teilweise auf dem Burgensteig oder demBlütenweg, nach Schriesheim. Hier gibt es einige schöne Fachwerkhäuser und nette Gassen zu sehen. In Schriesheim geht es hinauf zur Strahlenburg, die leider geschlossen ist. Durch Weinberge, über Wiesen, Felder und Wälder erreichen wir die bei Dossenheim gelegene Ruine der Schauenburg.

Nach der Ruine Schauenburg erreichen wir den Heidelberger Stadtteil Handschuhsheim mit der Tiefburg und der Friedenskirche.

Mit Handschusheim haben wir den ersten Stadtteil von Heidelberg erreicht, wir könnten jetzt den Wanderweg verlassen, die B 3 queren und nach Neuenheim gehen, dort über das Universitätsgelände um zur neben dem Zoo gelegenen Jugendherberge zu gelangen. Aaaaber dann……. würden wir einen super tollen Blick auf das Schloss von Heidelberg verpassen! Ab Handschuhsheim versuchen wir wieder auf den Burgensteig zu kommen, um auf ihm den Zollstock ( Aussichtspunkt auf das Schloss ) und dann den Heiligenberg zu erreichen. Am Heiligenberg erreichen wir die unter der Nazi-Herrschaft errichtete Freilichtbühne und wandern hinauf zur ehm. Michaelsbasilika, von der heute nur noch eine Ruine zu besichtigen ist.

Nach dem Michaelskloster geht es bergab in Richtung Heidelberg und Neckar. Wir erreichen die Ruine des Stephanskloster, haben von hier noch einmal einen tollen Blick auf das Heidelberger Schloss. An der Waldschenke Heidelberg machen wir eine kleine Rast. Kommen zum Bismarckturm, auch von hier hat man eine gute Aussicht auf Heidelberg und den Neckar. In Heidelberg-Neuenheim in den Nackarauen angekommen ist dort „Grillparty“ angesagt. Bis zur Jugendherberge in Heidelberg-Neuenheim haben wir noch ein ganzes Stück am Neckar entlang zurück zu legen. Die Jugendherberge liegt direkt neben dem Zoo, unser Zimmer zeigt zum Zoo, wir hatten die Nacht interessante Geräuche.

Um am Abend die Heidelberger Altstadt zu erreichen, nutzen wir den Stadtbus, der direkt vor der DJH hält. Wir sehen uns etwas in der Stadt um und suchen uns ein Lokal zum Abendessen. Leider fängt es an zu regnen und wir können nicht wie gewollt im Freien sitzen. Für einen Altstadtbummel und die Schlossbesichtigung haben wir am nächsten Tag noch genügend Zeit. Die Rückfahrt ist noch nicht gebucht.

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