Der Lechweg

Für unsere Jahrestour im Jahr 2016 haben wir uns den Lechweg ausgesucht. Dieser Weg führt von Lech am Arlberg (A) nach Füssen (D) und wird wie folgt beschrieben: Ein leichter Weitwanderweg durch die Alpen und eine der letzten Wildflusslandschaften Europas – ein Weg zu sich selbst.

Geplant haben wir den Weg schon zu Hause, haben die Tagesetappen festgelegt und uns entsprechend die Unterkünfte gebucht, nur so sollte man den Lechweg gehen, sonst ist einem nicht immer ein Schlafplatz sicher. Bei der Planung war uns die Internetseite vom Lechweg und Google-Maps sehr hilfreich.

Die Anreise erfolgte für uns erst mit dem eigenen PKW, den wir in Füssen abgestellt hatten. Von Füssen ging es mit dem Bus erst nach Reutte und von dort weiter nach Lech am Arlberg.

Als Unterkunft in Lech am Arlberg hatten wir für 2 Nächte die Pension Zöggeler ausgesucht. Der Linienbus hat uns direkt an der Haltestelle vor der Pension abgesetzt. Die Pension Zöggeler ist eine Familienpension mit schönen Zimmern, reichhaltigem Frühstück und guten Wandertipps der Gastgeber. Hier hat uns der Aufenthalt sehr gut gefallen.

Nach unserer Ankunft am späten Nachmittag in Lech und dem Bezug des Zimmers geht es erst einmal los, den Ort etwas erkunden. Natürlich mit einem Abstecher zur örtlichen Kirche. Im Ort finden wir dann auch eine ital. Restaurant in dem wir zu Abend essen. So kehren wir in die Pension zurück.

Am nächsten Morgen wachen wir mit einem herrlichen Blick auf die umliegenden Berge auf. Nach einer etwas stark bedeckten und leicht regnerischen Anreise scheint die Sonne, es läßt auf einen schönen Tag hoffen.

Gut gestärkt nach einem reichhaltigen Frühstück, versorg mit Informationen zu unserer heutigen Tagestour geht es zur Haltestelle des Ortsbuss vor der Haustüre. Heute geht es erst einmal mit dem Bus zum Formarinsee, dem Quellgebiet des Lech. Der Fußweg hin und zurück nach Lech wäre uns für die erste Wanderung zu viel geworden. Zum Glück startet die Linie vor der Pension Zöggeler, füllt sich der Bus auf der Strecke doch merklich und irgendwann fühlt man sich wie in einer Konservendose . Am Formariensee angekommen wird man mit einer herrlichen Aussicht und einem tollen Rundweg um den See belohnt. Viele Fahrgäste drehen hier eine Runde um den See, kehren in der Freiburger Hütte ein und fahren wieder mit dem Bus in das Tal. Auch wir lassen uns die Runde um den See nicht nehmen, kehren allerdings nicht ein.

Wir wollen ja auf dem Lechweg wandern, dieser beginnt direkt am Bus-Wendeplatz nahe des Formarinsee. Der Startpunkt ist durch eine Stehle gekennzeichnet. Am Formarinsee befindet sich eine sehr große Population an Steinböcken, an deren Wiedereinsetzung in 1958 erinnert ein Denkmal. Die Tagesetappe sind 14 km, die in ca. 5 Std. Gehzeit zu schaffen sind. Als Rast bietet sich das Älpele oder die Alpe Älpe gleich daneben an. Der Weg führt größtenteils über Wiesenwegen entlang des Formarinbach, bis sich dieser mit dem Spullerbach zum Lech vereint.  Der einzigen Ort an diesem Tag  ist unser Tagesziel Lech am Arlberg. Für diese Nacht geht es wieder in die Pension Zöggeler, nicht ohne vorher noch im Ort ein Abendessen genossen zu haben.

Die Nacht wieder sehr gut geschlafen, jedoch bei Zeiten wach geworden und einen herrlichen Blick vom Bett in die Berge gehabt!

Gut gefrühstückt, nett unterhalten und einen weiteren Lechweg-Wanderer kennen gelernt.  Auch die Etappe an diesem Tag hat 14 km. Es ist eine leichte Bergwanderung, auf Forst-, Landwirtschaftlichen- und Waldwegen geht es bergab und bergauf über Wart nach Lechleiten. In Warth wurde eine kleine Pause im Dorf-Café eingelegt. Eine schmackhafte Mahlzeit zu uns genommen und die Terasse genossen. Bei herrlichem Wetter in Lechleiten im Berggasthof Alpenrose angekommen. Hier haben noch weitere Lechweg Wanderer übernachtet, die haben allerdings eine organisierte Tour mit Gepäcktransport gebucht. Unser Zimmer im Berggasthof Alpenrose war direkt unterm Dach und sehr bescheiden, das sogenannte „Bad“ war auf Wohnmobil niveau bzw. noch bescheidener, fast  Besenkammer ! nur zum vollen Preis, wenigstens sauber war es. Das Abendessen (Halbpension) war gute Hausmannskost mit ordentlichen Portionen. Dennoch würde ich dort nicht noch einmal buchen. Die anderen Gäste hatten wohl bessere Zimmer.

 Das „Bad“, über den WC in die Dusche…

Hier der Tag in Bildern:

Unterm Dach und ganz abgelegen war die Nacht sehr ruhig, die Betten waren ok. Das Frühstück war Standard, für 1/2 Ltr. heißes Wasser wurde uns 1 € abverlangt, in allen anderen Unterkünften gab es das heiße Wasser kostenlos. Zu unserem Übel hat es die Nacht angefangen zu Regnen, alles ist verhangen. Bis wir dann zum Abmarsch bereit waren hat es wenigsten aufgehört zu regnen, wir gehen im Trocknen los. Heute stehen 16 km auf dem Programm, es geht nach Holzgau-Schönau in die Privatpension Hof Walch. Es geht auf Wald- und Wirtschaftswegen abwärts. Die Landschaft gefällt uns gut und es macht bei angenehmen Temperaturen Spaß zu gehen. Bis Steeg bleibt es trocken, in Steeg fängt es an zu nieseln, kurz hinter Steeg regnet es richtig. Wir müssen die Regenkleidung anlegen werden auf den letzten 5 km aber noch richtig nass. In Holzgau angekommen finden wir die Unterkunft nicht, auch die Touristeninformation hilft uns nicht richtig weiter, in einer Bäckerei erfahren wir, dass die Unterkunft noch 2 km entfernt liegt. Zähne zusammenbeissen und weiter. Die Hängebrücke von Holzgau ist dem schlechten Wetter zum Opfer gefallen, wir haben sie von unserer to do Liste gestrichen. Wir finden die Pension, werden herzlich empfangen und bekommen ein großes sauberes Zimmer. Wegen dem schlechten Wetter wird auch noch sofort die Heizung angestellt. Unsere Sachen werden über Nacht schön trocken. Leider kann uns die Pension kein Abendessen bieten, wir müssen in ein einige hundert Meter entferntes Hotel zum Essen gehen. Das Essen schmeckt die Portionen sind sehr ordentlich. Aber es regnet immer noch! Fotos gibt es wetterbedingt auch nicht so viele.

Die Nacht wieder gut geschlafen. Am Morgen in netter Runde gut gefrühstückt. Frisch gestärkt geht es wieder auf die Piste. Heute sollen es wieder ca. 13 km werden. Allerdings geht es heute ca. 750 m Höhenmeter hoch und ca. 800 m runter. Das Wetter ist wieder ok, es ist trocken mit einigen hellen Wolken. Die Hängebrücke in Holzgau lockt und wir folgen ihrem Ruf, gehen noch einmal die ca. 2 km zurück nach Holzgau, sehen uns dort etwas um und dann geht es zur Hängebrücke. Diesen „Umweg“ haben wir nicht bereut, die Brücke hat schon etwas.

Von Holzgau geht es über Wiesen, Holzstege und durch Wald oft mit einer herrlichen Fernsicht nach Bach. Leider hat es an diesem Tag immer wieder einen Regenschauer parat, dennoch machen wir den Abstecher zum sagenumwobenen Modertal-Wasserfall und kommen an der Seesumpf-Kapelle vorbei. Wir erreichen unser Tagesziel Elbigenalp. Hier müssen wir durch den ganzen Ort um unsere Unterkunft für diese Nacht zu finden. Gebucht haben wir Privatzimmer im Haus Walch einem Bauernhof mit einem gemütlichen und sauberem Zimmer mit Du/WC. Zum Abendessen geht es in das nahe gelegene Gasthaus Schwarzen Adler hier gab es ein gutes Essen.

Auch hier haben wir eine angenehme Nacht verbracht. Gut ausgeruht geht es zum Frühstück. Im Frühstücksraum haben wir uns sehr gut und angeregt mit den anderen Hausgästen und der Gastgeberin unterhalten. Es gab weitere Informationen über den Ort und den Lechweg. Gut gestärkt und Informiert ging es zur nächsten Etappe auf den Lechweg. Die 21 km von Elbigenalp nach Stanzach führen uns u.a.  über Häselgehr mit der Pfarrkirche St. Martin und vorbei an Elmen. Die Wege sind alle gut begehbare leichte Wanderwege. In Stanzach haben wir uns ein Zimmer im Gästehaus Elisabeth Schwarz gemietet. Eine nette gepflegte Familienpension in ruhiger Lage.

Die Betreuung von Frau Schwarz läßt keine Wünsche offen, die Betten waren gut, das Frühstück reichhaltig. Ein angenehmer Aufenthalt.  Die vorletzte Etappe führt uns auf fast 22 km von Stanzach über Forchach, Weißenbach nach Wängle.

 

Fortsetzung folgt!