03.Tag, 19.04.2011 Sirnach nach Steg, ca. 18 km

Heute am 3. Tag heißt es für mich “loslassen” ! Ich habe zu viel Gepäck dabei, der Rucksack ist zu schwer und Agnes hat mit angeboten das “ Übergepäck “ nach Hause zu schicken. So trenne ich mich von 2 Tuben Fußcreme (unnützes Zeug!), der Regenhose und dem Schirm ( es gibt keinen Regen!), einem Fleece und meinem Stativ. Der Rucksack ist zwar immer noch schwer aber ich habe das Gefühl die restlichen Sachen zu brauchen.

Kapelle St. Martin
Kapelle St. Martin

Nach einem guten reichhaltigen Frühstück sind wir um 9:00 losmarschiert. Das Gehen viel etwas schwer, hätten wir doch noch gerne weitere Gespräche mit Agnes, Peter und den anderen Pilgern geführt aber der Weg ruft und das Wetter war schon wieder super.

Kapelle Martinsberg Oberwangen
Kapelle Martinsberg Oberwangen

Wir wandern auch heute wieder ein ganzes Stück der Mug entlang, bis nach Wiezikon. Von hier geht es über Landstraßen und Wirtschaftswegen durch offene Landschaft bis nach Fischingen-Oberwangen. Hier sehen wir schon von weitem die auf dem Martinsberg gelegene Kapelle St. Martin. Wir machen einen kleinen Umweg und besuchen diese auf dem kleinen Hügel gelegene Kapelle. Wir sind ja auf dem Jakobsweg und da gehören die am Weg gelegenen Kirchen zum Programm.

Durch einen kleinen Wald wandern wir weiter in Richtung Fischingen und zu dem dortigen Benediktiner Kloster. Der Besuch in der Klosteranlage dauert schon etwas länger, gibt es doch sehr viel zu sehen und jede Menge zu fotografieren, natürlich ohne Blitz, denn dann bekommt man auch keine Probleme.

Wer seine Füsse in den Kenotaph (Schein- Ehrengrab ohne sterbliche Überreste) der heiligen Idda steckt, soll von Fussleiden und Müdigkeit befreit werden. Ob es stimmt – ich habe es nicht versucht.

Natürlich bietet das Benediktiner Kloster Fischingen auch Übernachtungsmöglichkeiten für die Pilger mit Teilnahme an Essen und Gebeten. Zur Info-Seite geht es hier.

Ab Fischingen geht es stetig bergan, müssen doch bis zum Hörnli ca 500 Höhenmeter überwunden werden. Vorbei an Frühlingswiesen erreichen wir auf ca. 900 m ü. M den Weiler Allenwinden mit dem Gasthaus “Zum Kreuz”, einer alten Pilgerherberge (inzwischen geschlossen). Über leichte Hügel geht es weiter dem Hörnli entgegen, kurz vor dem Gipfel verläuft die Landesgrenze zwischen Thurgau und dem Züricher Oberland.

Das Hörnli haben wir bei gutem Wetter erreicht und genießen erst einmal die tolle Aussicht auf die Berge und das Züricher Unterland. Vorbei am Berggasthof “Hörnli ( hatte leider noch geschlossen ) geht es Bergab nach Steg. Hier haben wir uns für die Nacht eine Pilgerunterkunft auf einem Bauernhof ausgesucht. Im Outdoor-Führer als schlafen im Stroh angeboten, gab es vor Ort dann doch Betten für die Pilger. Das Bad haben sich die Bewohner und die Pilger geteilt. Der Stapel  an gebrauchten Handtüchern vor dem Bad war beachtlich, das Doppelzimmer geräumig und das Bett bequem.

Pilgerlager im Bauernhaus
Pilgerlager im Bauernhaus
Bauernhaus als Pilgerunterkunft
Bauernhaus als Pilgerunterkunft

 

 

 

 

 

 

Nach etwas Suchen haben wir den Bauernhof um 16:00 erreicht. Wie üblich brechen wir auch heute noch einmal auf um den Ort zu erkunden und etwas zu essen. Für diesen Tag war um 20:30 Feierabend.

Weiter geht es mit Tag 4.

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