11. Tag, 27.04.2011 Mittwoch, von Brienz nach Interlaken, ca. 23 km

Für unsere heutige Etappe haben wir den Weg auf der linken Seeseite des Brienzer See gewählt. Der Weg führt uns über die Giessbachfälle vorbei am Grandhotel Giessbach durch die Orte Iseltwald, Sengg und Bönigen nach Interlaken. Immer dem See nahe sind kaum Steigungen auf der Strecke. Das Wetter ist mit 12°C bis 16 °C und bewölktem Himmel nicht ganz so gut, zum Wandern aber ok.

Wie könnte es anders sein, trotz einer ruhigen Nacht waren wir um 7:00 Uhr wieder wach und konnten nach dem Frühstück so um ca. 9:oo Uhr losgehen. Draußen auf dem Weg wurde es dann leider doch laut bis sehr laut. Das schweizerische Militär hatte Übung und mussten unbedingt über dem Brienzer See ihre Flugübungen mit den recht lauten Maschinen machen. Auf gut zu gehenden wegen geht es aus Brienz raus, unter der Autobahn hindurch, etwas aufwärts an Engi vorbei zu den Giessbachfällen und dem Grandhotel. Die Wasserfälle müssen wir uns etwas länger ansehen und im Grandhotel wird ein Stempel für das Pilgerbuch geholt. Dem Hotelpersonal scheint das Anliegen nicht ungewöhnlich zu sein.

Nach etwas mehr als 5 km erreichen wir den am Brienzer See gelegenen Ort Iseltwald. Wir gehen einmal kurz durch den Ort und sehen uns auch an der Seeburg um. Kurz vor der Mittagspause können wir im örtlichen Lebensmittelgeschäft noch einige Kleinigkeiten für ein Mittagessen kaufen. An einer Sitzgruppe in der Ortsmitte machen wir Pause.

Vorbei an Bauernhäusern geht es noch einmal leicht bergan nach Segg und wieder hinab nach Bönigen. Hier fängt es jetzt doch noch an zu regnen und wir müssen unseren Regenschutz aus dem Rucksack holen. Eingehüllt in den Regenponcho verpassen wir das nächste Jakobs-Weg-Zeichen und wir gehen falsch. Am Bahnhof – Ost besorgen wir uns einen Stadtplan von Interlaken und kommen vorbei am ehem. Kloster und heutigem Schloss Interlaken zu unserer heutigen Unterkunft. Wir haben uns für die Villa Sonnenhof, einem Backpackers entschieden. In der Villa gibt es verschiedene Kategorien mit den entsprechenden Preisen. Wir entscheiden uns für ein DZ mit Waschgelegenheit ohne Bad und WC. Der Blick auf Eiger, Mönch und Jungfrau hätten auch noch einmal extra gekostet. Wir verzichten auf die Aussicht, von der man bei einer Nacht ja nichts hat. In der Villa ist ein Internationales Publikum vertreten, mit einem sehr hohen Anteil asiatischer Gäste. Ich würde bei einem erneuten Besuch im Sonnenhof auf ein DZ mit Dusche und WC entscheiden.

Wir richten uns im Zimmer ein und machen uns auf den Weg um Interlaken etwas zu erkunden. Natürlich gehört ein Abendessen auch dazu. In der Villa Sonnenhof steht den Gästen eine Küche zur Selbstversorgung zu Verfügung. Wir verzichten auf die stark besuchte Kochgelegenheit. Wir besorgen uns in einem Geschäft noch eine kl. Flasche Rotwein, die wir  uns auf dem Zimmer gönnen. Im Haus treffen wir noch weitere Pilger mit denen wir uns noch kurz unterhalten.

 

Weiter geht es mit Tag 12.

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