6. Tag, 28.05.2010 von Weingarten über Ravensburg nach Blankenried, ca. 27 km

Die innere Uhr weckt uns auch heute wie gewohnt um 7:00 Uhr. Das Wetter hat sich gemacht, ein leicht bewölkter Himmel verspricht einen schönen Tag. Es wurde aber ein harter Tag, habe ich doch bei meiner Planung zu Hause irgendwie ein paar Kilometer verdröselt und die nächste Unterkunft in Markdorf gebucht. Später dazu mehr.  Nach dem Frühstück geht es um 9:00 Uhr weiter. Das Hotel liegt nahe am Jakobsweg und wir müssen den Weg nicht lange suchen.

Wir kommen an einer interessanten Skulptur eines Pilgers aus Metall vorbei, bevor es bergan aus Weingarten Richtung Ravensburg geht. Ravensburg und Weingarten sind zwar zusammengewachsen, der Jakobsweg führt uns aber auf 6 km erst auf dem Kreuzweg zum Kreuzberg dann auf einem schönen Waldweg nach Ravensburg. Sehr lange wandern wir noch im „Schatten“ der Basilika.  Auf dem Kreuzberg angekommen sehen wir die ersten Anzeichen zur Nähe zum Bodensee und Friedrichshafen. Am Himmel ist ein Zeppelin zu sehen.

Trotz eifrigem Fotografieren erreichen wir  kurz nach 10:00 Uhr Ravensburg.  Als Stadt der Türme und Tore gibt es von diesen in Ravensburg einige zu besichtigen. Auch die Altstadt bietet einiges für das Auge, ein ausgiebiger Rundgang ist daher angesagt.

Auf schönen ruhigen und gut beschilderten Waldwegen geht es weiter. Hinter Ravensburg finden wir im Wald eine Schutzhütte mit Grillplatz, hier machen wir unsere heutige Mittagspause. Durch Wald und Wiesen, vorbei an den ersten Obstplantagen erreichen wir  Brochenzell. Hier besichtigen wir natürlich die örtliche Pfarrkirche St. Jakobus. Jetzt wollten wir nach Meckenbeuren gehen, haben aber den Abzweig verpasst und sind stattdessen auf den Hauptweg Richtung Meersburg unterwegs.

Wir durchwandern  ein Wohngebiet welches sich endlos hinziehen möchte und kommen über breite Wirtschaftswege, die uns an Obstplantagen vorbeiführen nach Blankenried. Hier ist bei uns die Luft raus, die restlichen 9 km bis zur Unterkunft für die Nacht sind nicht mehr drin. Nach langen Diskussionen entscheiden wir uns den nächsten Bus zu nehmen, der geht von hier nach Friedrichshafen, dort steigen wir um und fahren weiter nach Markdorf dort sind wir um kurz nach 19:00 Uhr am Gasthof “Bürgerstuben”. Es geht gleich ins ruhige geräumige Zimmer und unter die Dusche, die Füße wollen heute besonders viel Pflege und die Wäsche muss auch sein. Im Restaurant wird noch kurz etwas Gutes gegessen bevor es dann völlig platt um 21:00 Uhr ins Bett geht. Für den Ort ist heute keine Zeit. Für die Zukunft steht fest, keine Tagestour über die 25 km hinaus. Das Pilgern soll uns ja Spaß machen.

Weiter geht es mit dem letzten, dem 7. Tag.

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