5. Tag, 27.05.2010 von Bad Waldsee nach Weingarten, ca. 19,5 km

Auch heute ist die Nacht wieder um 7:00 Uhr ohne Wecker zu Ende, es regnet. Kein idealer Start in einen neuen Pilgertag. Nach einem guten Frühstück an dem reichhaltigen Frühstücksbuffet und netter Unterhaltung durch die Wirtin, geht es weiter auf dem Camino. Es hat zum Glück aufgehört zu regnen ist aber noch stark bewölkt. Vorbei am Schloss geht es auf einer Brücke über die B 30, die auch hier wieder stark befahren ist. Über feuchte Wald und Wiesenwege geht es bei teilweise sehr guter Fernsicht in Richtung Gwigg. Unterwegs kommen wir an dem Weiler Dannenried vorbei. Mit den dortigen Bewohnern kommt es nach  dem üblichen Gruß in einem längeren  Gespräch. Etwas später, kurz vor Gwigg kam uns ein Sulky ( Einachser mit Pferd ) entgegen. Nach dem freundlichen Gruß hielt das Gespann an und auch hier wurde wieder ein längeres Gespräch über das Pilgern aber auch über das Kutschefahren geführt.

In Gwigg haben wir noch einen üblichen Blick in die  barocke Kapelle St. Georg geworfen. Leider war die Kapelle zugesperrt.  Von Gwigg führt der Pilgerweg auf der kaum befahrenen Kreisstraße in das 1 km entfernte Gambach. Die Mittagspause machen wir ausgiebig unter einer alten großen Linde am Waldrand. Weiter führen uns Feld – und Waldwege mit interessanter Flora nach Köpfingen, hier erreichen wir das Gasthaus „Frohe Aussicht“ gerade noch vor einem Starkregen.

Wir stärken uns und warten eine Stunde bis das Schlimmste an Regen vorbei ist.  Bei leichterem Regen geht es in die Regenjacke gehüllt weiter nach Weingarten. Die Basilika von Weingarten ist schon bald zu sehen. An ihr geht es vorbei in die Altstadt, in der wir unsere Unterkunft Hotel Gasthof „Waldhorn“ finden.  Wir kamen um 16 Uhr an. Erst einmal die Füße von den Schuhen befreien, duschen, Wäsche waschen und die Füße pflegen. Über den Zustand unserer Füße wollen wir nicht mehr reden. Irgendwo habe ich einmal gelesen „ Pilgern heißt mit den Füßen beten“ – was muss ich in den letzten Tagen intensiv gebetet haben.  🙂

Jammern gilt nicht und so geht es gleich in die Altstadt zu einem Rundgang. Schließlich wollen auch hier in Weingarten die Sehenswürdigkeiten erkundet werden. Ganz wichtig natürlich die Basilika St. Martin, eine ehemalige Klosterkirche und die größte Barockkirche Deutschlands. Sogar einen Weinberg haben wir gefunden. Einer Tafel an der Basilika können wir entnehmen des es noch 2.400 km bis Santiago de Compstela sind – macht bei ca. 20 km am Tag noch so 120 Tage, da haben wir ja noch einiges zu tun.

In einem Drogeriemarkt besorgen wir uns weitere Fußpflegemittel (die auch nicht helfen!). Zum Abendessen sind wir wieder in unserem Gasthof, wo wir den Abend mit einem leckeren Essen beenden. Um 21 Uhr ist Schluß, der Tag für uns zu Ende.

Weiter geht es mit Tag 6.

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