4. Tag, 26.05.2010 von Muttensweiler über Steinhausen nach Bad Waldsee, ca. 23,5 km

Wir wachen um 7:00 Uhr auf, es ist bewölkt aber immer noch trocken. Wir frühstücken ausgiebig, verabschieden die anderen Pilger, die wir sicher nicht mehr sehen werden, denn sie haben sich größere Etappen ausgesucht und sind sicher auch schneller unterwegs. Ich bremse unser Reise immer wieder aus, da ich „jedes Blümchen am Weg fotografieren muss“. Das braucht so seine Zeit. Unsere Tour heute beginnt um 9:00 Uhr und führt uns zuerst in das Dörfchen Steinhausen.

Eigentlich sollte hier unsere gestrige Etappe enden, hier war aber leider keine Unterkunft für die Nacht zu bekommen.  Steinhausen ist ein Ortsteil von Bad Schussenrid und ist über die Grenzen hinaus für die als schönste Dorfkirche der Welt geltende spätbarocke Wallfahrtskirche St. Peter und Paul bekannt. Ja, eine Besichtigung musste sein. Schon imposant, was die so im 17. Jahrhundert an Bauwerken hin- gestellt haben. Für das nebenan befindliche Wallfahrtsmuseum fand sich dann aber keine Zeit mehr. Es ging über Wiesen und Rapsfelder mit einem noch lange anhaltenden Blick auf die Kirche weiter Richtung Bad Waldsee, vorbei an einem aus 1796 stammenden Kriegsgrab  durch ruhige einsame Wälder.

In dem historischen Ort Winterstettenstadt haben wir uns Pfarrkirche und einige Fachwerkhäuser angesehen. Nach einem kurzen Regenschauer haben wir anschließend bei schönem Wetter unter zwei Birken an einem Bildstock unsere Mittagspause gemacht.

Über Gras- und Waldwege ging es weiter zu einer wohl unangenehmen Stelle, an die viel befahrene    B 30, die es hier  zu überqueren gilt. Ein kurzes Stück neben den störenden Autos der B 30 entlang bis es wieder in den Wald geht. Angenehm, auch wenn es wieder einmal eine Anhöhe zu bewältigen gibt.

Der Jakobsweg führt uns etwas um Bad Waldsee entlang eines Industriegebietes ( u.a. Hymer Wohnmobile) herum, bis wir durch ein Wohngebiet den Stadtsee mit Blick auf Kirchturm und Rathaus erreichen. Hier wird erst einmal eine 45 Minütige Pause eingelegt. Sind die Füsse von uns Beiden sehr in Mitleidenschaft geraten. Kurz vor 17 Uhr erreichen wir über den Uferweg unsere heutige Unterkunft, das Gästehaus “Rössle” am Wurzacher Tor.  Das Zimmer ist schön hell, geräumig und sauber. Nach dem üblichen Prozedere, duschen, Wäsche waschen und Füße pflegen geht es dann noch Bad Waldsee erkunden, einmal rund um den Stadtsee und zum Abendessen. Als sehenswerte Gebäude haben wir  natürlich die Stiftskirche St. Peter besucht, den Gute-Betha-Platz, das Rathaus, das Spital und die vielen hergerichteten Fachwerkhäuser. Während des Essens gab es ein ordentliches Gewitter. Neben dem Hotel nehmen wir in einer Bar noch einen kleinen Absacker und gehen so um 21:30 Uhr zu Bett.

Weiter geht es mit Tag 5.

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