1. Tag, 23.05.2010 von Ulm nach Oberdischingen, ca. 21 km

Hotel Anker
Hotel Anker

Nach einer etwas unruhigen Nacht ging es nach einem ausgiebigen Frühstück um kurz nach 8:00 Uhr morgens los, nicht ohne das die Besitzerin des Hotel noch ein Foto von uns gemacht hat.

Schweinemarkt Ulm
Schweinemarkt Ulm

Bei leicht bewölktem aber schönem Wetter ging es auf gut ausgeschilderten Wegen durch das Fischerviertel, vorbei am Schweinemarkt, hinauf zur Fort Oberer Kuhberg, (Das „Fort Oberer Kuhberg“, errichtet um 1850 als Teil der gewaltigen Bundesfestung Ulm, wurde von November 1933 bis Juli 1935 vom NS-Regime als Konzentrationslager genutzt).

Mit einem Blick auf das Firmengelände der Fa. Ratiopharm geht es vorbei an Grimmelfingen mit seiner Jakobuskirche über Einsingen nach Erbach, über den Schlossberg geht es am im Privatbesitz befindlichen Schloss vorbei, durch Rapsfelder zur Marienkapelle auf dem Schellenberg.

Neben der Kapelle befinden sich zur Erholung sogenannte „Grubbänkle“. Bänke, mit einem „Block“ im Rücken, zum Abstellen der Rucksäcke ohne diese absetzten zu müssen.

Als nächsten Ort erreichen wir Donaurieden mit seinem alten Rathaus und der aus dem 17. Jahrhundert stammenden Pfarrkirche. Nach einem kurzen Abstecher in die Kirche geht es über Feldwege weiter nach Oberdischingen. Hier haben wir für diese Nacht ein Zimmer gebucht. Über die Breite Herrengasse mit ihren alten Gebäuden erreichen wir den Schloßplatz mit der kath. Pfarrkirche und dem Kanzleigebäude. Wir müssen aber noch einen kleinen Berg ansteigen um um 15:00 Uhr  das neben der Dreifaltigkeitskapelle liegende Cursillo-Haus zu erreichen.

Auf der Höhe vom Gasthof Zur alten Post wurden wir vom Fahrer eines anhaltenden PKW angesprochen, er wollte wissen ob wir auf dem Jakobsweg unterwegs seien, von wo wir kommen und bis wo wir gehen wollen. Um seiner Frau den Weg schmackhaft zu machen, sollte sie einmal einen Rucksack von uns Probe tragen. Sie hat sich aber geweigert, er war ganz vom Jakobsweg angetan.

Für diese Nacht waren wir die einzigen gebuchten Gäste im Cursillo-Haus St. Jakobus und da wir unsere Ankunft nicht genau vorhersagen konnten hing am Eingang ein Brief für uns. In diesem stand wie wir in das Innere des Cursillo-Haus gelangen und welches unser Zimmer war. Später kam noch ein netter ehrenamtlicher Mitarbeiter der weiteren Pilgern, einem Vater mit seiner Tochter, zwei Damen und einem jungen Mann das Haus öffnete. Nach einem guten Abendessen im Gasthof „Zur alten Post“ (inzwischen geschlossen) haben wir den Abend zusammen mit den anderen Gästen bei einem Gläschen Camino-Wein im Garten des Cursillo-Haus ausklingen lassen. Im Cursillo-Haus hätten wir uns mit Pilgerausweis und verschiedenem Pilgerbedarf eindecken können. Den begehrten Pilgerstempel bekommt man natürlich auch. Ach ja, bei der Gestaltung der Pilgerstempel geben sich die verschiedenen Kirchen richtig Mühe, es macht Spaß Stempelabdrücke zu sammeln.

Weiter geht es mit Tag 2.

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